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Nur eine Blastozyste – wie gut sind die Chancen?

Nur eine Blastozyste für den Embryotransfer – wie hoch sind die Chancen?

Auch nach einer PID (Präimplantationsdiagnostik) oder einer Blastozystenkultur kann es vorkommen, dass am Ende nur ein Embryo für den Transfer geeignet ist.

Viele Patientinnen fragen sich in dieser Situation, ob ihre Chancen auf eine Schwangerschaft dadurch deutlich geringer sind. Die Antwort lautet: nicht unbedingt.

Sollte man sich mit anderen Patientinnen vergleichen?

Nein.

Jede Kinderwunschbehandlung verläuft individuell. Manche Patientinnen erhalten mehrere Blastozysten oder Embryonen, andere nur einen einzigen Embryo für den Transfer.

Die Anzahl der entstandenen Embryonen allein erlaubt jedoch keine zuverlässige Aussage darüber, ob eine Schwangerschaft eintreten wird. Vergleiche mit anderen Patientinnen führen häufig zu unnötigen Sorgen und spiegeln die eigene medizinische Situation nicht wider.

Wie hoch sind die Erfolgschancen mit nur einer Blastozyste?

Die Schwangerschaftschancen nach einem Embryotransfer hängen von vielen Faktoren ab, unter anderem von:

  • dem Alter der Patientin
  • der Qualität der Blastozyste bzw. des Embryos
  • genetischen Voraussetzungen
  • dem Zustand der Gebärmutterschleimhaut
  • der individuellen medizinischen Vorgeschichte
  • dem bisherigen Verlauf der Kinderwunschbehandlung

Eine einzelne qualitativ gute Blastozyste kann ausreichen, um eine gesunde Schwangerschaft zu erreichen. In der Reproduktionsmedizin gibt es viele erfolgreiche Schwangerschaften nach dem Transfer nur eines Embryos.

Wie wird entschieden, wie viele Embryonen transferiert werden?

Die Anzahl der zu transferierenden Embryonen wird immer individuell festgelegt.

Am Tag des Embryotransfers besprechen die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt sowie das Embryologenteam gemeinsam mit Ihnen:

  • die Qualität der verfügbaren Embryonen
  • Ihr Alter
  • Ihre medizinische Vorgeschichte
  • die bisherigen Behandlungsergebnisse

Auf Grundlage dieser Faktoren wird eine persönliche Empfehlung ausgesprochen. Ziel ist es, die Chancen auf eine Schwangerschaft zu optimieren und gleichzeitig Risiken wie eine Mehrlingsschwangerschaft möglichst gering zu halten.

Jede Entscheidung wird individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt.

Nur ein Embryo im Transfer – was bedeutet das?

Ein einzelner Embryo bedeutet nicht automatisch schlechte Erfolgsaussichten.

In der Kinderwunschmedizin zählt nicht allein die Anzahl der Embryonen. Oft ist es genau dieser eine Embryo, der zu einer erfolgreichen Schwangerschaft führt.

Deshalb sollten Sie sich nicht entmutigen lassen, wenn nur eine Blastozyste oder ein Embryo für den Transfer zur Verfügung steht.

Persönliche Betreuung für deutschsprachige Patientinnen und Patienten

Wenn Sie Fragen zu einer IVF-, ICSI-, PID- oder Eizellspende-Behandlung haben, begleiten wir Sie gerne persönlich, transparent und individuell auf Ihrem Weg zum Wunschkind.

Monika Boyer
Deutsche Patientenbetreuung
IVOX Kinderwunschzentrum Nordzypern

Dieser Beitrag wurde in enger Zusammenarbeit mit unserem medizinischen Team erstellt und fachlich geprüft.

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