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Was ist Endometriose?

20 August 2016
Endometriosis

Was ist Endometriose? Symptome, Behandlung, Diagnose der Endometrios

Die Gebärmutterschleimhaut befindet sich in der Gebärmutter und bereitet sich jeden Monat auf eine Schwangerschaft vor, falls die Schwangerschaft ausbleibt, kommt aufgrund der wenigen Hormonförderung die Regelblutung. Die mit der Regelblutung ausgeschiedenen Zellenschichten nennt man „Endometrium“ (Gebärmutterschleimhaut).

Diese Zellenschichten befinden sich im Körper nur in der Gebärmutter. Falls sich diese Zellen woanders im Körper befinden, nennt man es die „Endometriose“ Krankheit.

Diese Situation beobachtet man meistens, in den Eierstöcken, im Raum hinter der Gebärmutter (Douglas-Raum), zwischen der Vagina und dem letzten Teil des Darms, auf der Oberfläche der Därme, auf oder um den Eileitern, auf den Zellen das die Gebärmutter halten und auf der Blase oder auf dem Bauchfell.

Die Endometrioseherden erleben genau dieselben Veränderungen, wie die Hormone es während einer Menstruation erleben und auch bei diesen Zellen kommt es zu einer Blutung und zu einem Ausfall. Die Abwehrzellen gegen Entzündungen das die Blutungen in der Bauchhöhle begrenzen, umfassen die Endometrioseherden. In diesem Bereich beginnt ein Prozess, der durch eine entzündliche Reaktion verursacht wird. Während der Heilung entstehen beim umliegenden Gewebe Klebrigkeiten und diese Situation wird bei jeder Regelblutung wiederholt.

Endometriose, kann die Ovulationsfunktion der in Eileitern transferierten Eizellen, das Einnisten des Embryos in der Gebärmutter beschädigen und kann noch durch weitere Ursachen eine Unfruchtbarkeit verursachen. Außer der Unfruchtbarkeit, kann es bei den Frauen auch Schmerzen während dem Geschlechtsverkehr (Dyspareunie), der Regelblutung (Dysmenorrhoe) und chronische Unterleibschmerzen verursachen.

Wenn die Endometrioseherde sich im Eierstock (Ovar) befindet, verursacht es durch die Hormone eine Blutung ähnlich wie bei der Gebärmutterschleimhaut. Dies wiederum verursacht Eierstock-Zysten die “ Endometriumzysten“ genannt werden.

Die Erkrankung der Endometriose kann bei jedem anders aussehen. In einigen Fällen kann die Endometriose die Genitalien, die untere Bauchhöhle, die benachbarten Organen (Darm, Blase, usw.) soweit erkranken, so dass es fast untrennbar von Krebs ist. Manchmal kann sich die Erkrankung in einer milden Form zeigen wie z.B. zystische Krankheiten oder kleine Herden. Es kann nicht abgeschätzt werden, welches Krankheitsbild bei den Personen entstehen wird. Es kann vorkommen, dass sich bei heftigen und weitverbreiteten Endometriose keine schweren Symptome zeigen, dafür bei kleinen Erkrankungen die Beschwerden schwer und unerträglich sein können.

Endometriose ist eine häufigere Erkrankung, als erwartet.
Bei 3-5% aller Frauen und 40% aller Paare, die Schwierigkeiten beim Kinder zeugen haben, wird Endometriose festgestellt.
Es ist allerdings auffallend, dass die Endometriose eigentlich keine bekannte genetische Krankheit ist, aber trotzdem eine genetische Neigung hat.

Warum kommt es zu einer Endometriose?
Die Faktoren der Endometriose sind unbekannt. Für die Begründung werden verschiedene Theorien vorgesetzt.

Die Theorie die am meisten Anklang findet ist; das Entstehen von neuen Endometriosenherden bei Frauen die eine genetische Neigung haben, aufgrund der strukturellen Zellenveränderung an manchen Bereichen oder an manchem Gewebe des Bauches. Die Veränderung wird vereinfacht indem das Endometrium-Gewebe sich während der Menstruation mit Hilfe der Leiter in die Bauchhöhle wandert. Falls das Immunsystem bei einer Person immunologisch schwach ist, kann es auch zur Endometriose führen.

Wie wird diagnostiziert?
Einen Verdacht auf Endometriose hat man vor allem bei Beschwerden wie, schmerzhafte Regelblutung (Dysmenorrhoe), schmerzhafter Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) und Infertilität.

Vor allem die hohen Regelschmerzen die sich mit der Zeit steigern und heftig werden, sind die Warnungen der Endometriose. Mit einer Untersuchung ist die Endometriose schwer zu diagnostizieren. Das Vorhandensein der Herden zwischen der Vagina und dem Rektum, bringt den Verdacht von Endometriose betroffen sein zu können. Die Diagnose der Endometriose ist mit einer Ultraschalluntersuchung auch nicht möglich. Auf diese Weise kann man nur die Endometriomazysten (Ovarzysten) erkennen, die anbei der Endometriosis entwickelt sind.

Die Diagnose Endometriosis kann nur mit eine Laparoskopie festgestellt werden.

Endometrium (Schokoladenzyste)
Die Schokoladenzysten entstehen dadurch, dass die Membranschicht, die das Innere der Gebärmutter beschichtet und „Endometrium“ genannt wird, sich auf den Eierstöcken befindet und bei jeder Menstruation sich verkapselt.

Das Blut der Zyste, dass bei jeder Menstruation blutet und eine lange Zeit in der Zyste bestehen bleibt, klumpt, schmilzt und hat die Farbe sowie die Dickflüssigkeit wie bei der Schokolade. Darum werden diese Zysten, „Schokoladenzysten“ genannt. Die Schokoladenzysten tauchen gemeinsam mit der „Endometriose“ Krankheit auf und es werden meistens Verklebungen beobachtet. Das Vorhandensein der Schokoladenzysten zeigt, dass die Endometriose stark ist.

Die, mit einem Ultraschall beobachteten Eierstockzysten mit starken Granülen kann zu einer Diagnose führen.

Auf der Ultraschall-Abbildung ist ein einteiliges (Läsion) und zweiteilige Ovarzysten die oben genannten Endomterioma (Schokoladenzysten) zu sehen. Die meisten Patientinnen gehen zum Arzt wegen Beschwerden wie; Unfruchtbarkeit, Regelschmerzen, Schmerzen während dem Geschlechtsverkehr und zu viel Blutung während der Menstruation.

Bei der Differentialdiagnose der Endometriomen werden die von den Ovarien entwickelten muzinösen Krebsarten gefunden.

Behandlung :
Die Behandlung der Endometriomen wird durch die Entfernung der Zysten mit einem chirurgischen Eingriff durchgeführt. Meistens wird bei diesen chirurgischen Eingriffen die Laparoskopie-Methode angewandt.

In dieser Abbildung sehen Sie eine Schokoldenzyste die chirurgisch entfernt wurde.

50 % der Patienten können ohne eine weitere Behandlung 6 Monate nach der Entfernung der Schokoladenzyste schwanger werden. Zysten die kleiner sind als 4 cm können beobachtet werden oder mit gewissen Medikamenten behandelt werden.

Die Beziehung zwischen Endometriose und Infertilität
Das die schwere Endometriose aufgrund einer anatomischen Beziehungsbeschädigung der Fortpflanzungsorgane und die Eileiterverstopfung aufgrund der Adhäsion die Infertilität verursacht, ist außer Frage.

Wie weit eine minimale und mittelmäßige Endometriose zu einer Infertilität führt, ist ein Diskussionsthema. Doch die absolute Realität ist, dass die Endometriose die Infertilität sehr oft begleitet. Es ist allerdings nicht einfach die Ursache-Wirkungs-Beziehung dieser oft beobachteten Kombination zu begründen. Bei einem Laparoskopischen Eingriff wegen einer Infertilität wird in Höhe von 21-48 % Endometriose gefunden, bei einem Laparoskopischen Eingriff aus anderen Gründen liegt die Quote bei 1,3-5 %.

Eine weitere interessante Information ist, dass bei einer künstlichen Befruchtung wegen der starken männlichen Infertilität die Chance einer Schwangerschaft bei einer Frau mit Endometriose sehr gering ist.

Chirurgische Behandlung bei einer Endometriose
Die Form und die Schwere der Behandlung wird je nach Schweregrad der Erkrankung, die Fruchtbarkeitsvorgeschichte der Frau, der Schwangerschaftswunsch und nach dem Alter bestimmt. Leider kann nicht einmal die Entfernung der Gebärmutter bei 30% der Frauen die Schmerzen beheben.

Der erste chirurgische Eingriff ist bei einer Beziehungsbeschädigung von Gefäß-Eierstock sehr wichtig, weitere Eingriffe sind für die Infertilitätsbehandlung unwirksamer.

Die häufigsten Laparoskopischen Eingriffe sind; die Entfernung der Adhäsionen die sich rundherum den Eierstöcken, Gefäßen und der Gebärmutter befinden, Endometrioseläsionen, Entfernung der Ovarialzysten, Verbrennung der Läsionen, Kauterisationen oder Vaporizationen (Verdampfung). Die Verbrennung und das Wegschneiden der „Uterosacral Nerven“ dass die Gebärmutter von hinten hält (LUNA) mit der Laparoskopie, ist eine große Hilfe für die Verminderung der Regelschmerzen. Bei diesen Beschwerden sieht man eine Verbesserung in Höhe von 85%. Bei heftigeren Schmerzen werden die Nerven, die „Präsakrale Neurektomie “ genannt werden, weggeschnitten. Die Endometriomen die sich in den Eierstöcken befinden, müssen unbedingt mit der Hautablösung entfernt werden. Ansonsten wird ein kurzzeitiges Wiederkehren der Zysten beobachtet. Im Falle, dass die Zystenwand nicht ganz entfernt werden kann, muss die Zystenkapsel mit einem Argonstrahl, CO2-Laser oder mit elektrischer Energie vernichtet werden.

Medizinische Behandlung bei Endometriose
Bei der medizinischen Behandlung ist die Absicht den Eisprung zu hemmen, die Menstruation für eine lange Frist zu stoppen und somit die Krankheit zu verringern. Zu diesem Zweck werden Antibabypillen oder „GnRH-Analogone“ (Danazol, Lucrin, Synarel, Zoladex, Decapeptyl, Suprefact) benutzt die eine unechte Menopause einleiten. Neben der Behandlung mit GnRH-Analogone wird das Medikament „Danazol“ seit einer langen Zeit verwendet.

Nach dem Absetzen der GnRH-Analogone und Danazol, erstrahlen leider wieder die Herden und Beschwerden steigern sich. Aus diesem Grund können diese Medikamente nur bei gewissen Fällen verwendet werden. Also wird bei Patienten die eine Infertilitätsbehandlung bekommen sollen, entschieden ob zunächst eine Endometriosenbehandlung durchgeführt werden soll oder ob die Anatomie nach der chirurgischen Behandlung für eine Ovulationsinduktion+intrauterine Insemination geeignet ist oder nicht und ob es Eileiterschwangerschaftsrisiken gibt.

Das Fruchtbarkeitspotenzial der Patientin sollte nochmal bewertet werden und die Behandlung sollte „maßgeschneidert“ ausgerichtet sein.

Behandlungsschritte Endometriose:
1. Warten und beobachten ob es zu einer Schwangerschaft kommt. (Beobachtung)
2. Chirurgische Laparoskopie
3. Ovulationsinduktion+intrauterine Insemination (Befruchtung).
4. In-Vitro-Fertilisation (Retortenbaby).

Patientinnen mit Endometriose die keine Kinder zeugen möchten, ist die beste Methode zur Empfängnisverhütung die Antibabypille. Denn die Antibabypillen hemmen die Endometrioherden und behandeln die Personen die unter Unterleibs- und Regelschmerzen leiden (Dysmenorrhoe).

 

 

Posted in Kategorie Gynäkologie by Team IVF Zypern | Tags: , , ,